Liebe Filmfreunde, Im Mittelpunkt der „11. Tage des Ethnologischen Films“ steht Afrika, ein Kontinent im Umbruch. Auch dieses Jahr spielte dabei wieder die Musik ein tragendes Element bei unserer Filmauswahl, da Musik oftmals als positiver, integrierender Faktor in politisch zerrissenen Ländern wirkt. Afro-Amerikanische Musik ist ein wesentlicher Bestandteil unserer heutigen Populär-Musik. Eine Ikone der afrikanischen Musik und der Unabhängigkeitsbewegung war und ist heute immer noch die Sängerin Miriam Makeba. Mit ihrem Portrait von Mika Kaurismäki werden die „11. Tage des Ethnologischen Films“ eröffnet. In die Welt der Populär-Musik Westafrikas führt der Film „Burger Highlife Explosion III“ von Wilma Kiener, Dieter Matzka und Alpha Yahaya Suberu. „Peace Mission“ von Dorothee Wenner zeigt, wie Nigeria zu einem der größten Zentren der Filmindustrie wurde. Im Sudan dagegen werden mit Hilfe des Goethe Instituts Sudan anhand von Workshops erste Schritte zu einer einheimischen Filmproduktion getan. Eine persönliche Beziehung zwischen Europa und Afrika steht im Mittelpunkt von Helmut Schulzecks Film „Du bist mein Afrika“. „Das Geheimnis der Buschleute“ von Rehad Desai berichtet ¸ber die Ausbeutung afrikanischer Erde, sprich Heilpflanzen, durch Großkonzerne. Eine kleine Werkschau ist der Münchner Filmemacherin Bettina Erhardt gewidmet. In „Der erwählte des Vodun – Der, dem das Meer gehört“ geht es um den Ursprung des Voodoo-Kultes. In die Wüste Sahara führen ihre Filme „Wir werden immer wieder in die Wüste gehen“ über die Tuareg im Hoggargebirge Südalgeriens und „Charles de Foucauld und der Garten Gottes“, über einen christlichen Mˆnch im Hoggargebirge. In den Himalaya führt ihr Film „Sherpas am Strom“. Er wird zusammen mit „Rituelle Reise der Schamanen“ von Michael Oppitz gezeigt. „Dolpo Tulku – die Heimkehr in den Himalaya“ spürt dem Lebensweg eines buddhistischen Mönches nach. Einen Blick hinter die Kulissen des Völkerkundemuseums im Grassi-Gebäude in Leipzig zeigt „Sammeln, Erinnern“ von Tamara Wyss. Die Filmauswahl der „11. Tage des Ethnologischen Films“ unter dem Motto „andere Welten – anders sehen“ möchten wieder dazu anregen, sich auf ungewohnte Begegnungen mit dem Fremden einzulassen. Unser Anliegen ist es, ein Forum für den lustvollen Umgang mit dem Anderen zu sein, Neugierde zu wecken und neue Aussagen zu wagen. Die Filmemacher werden – soweit es möglich ist – zum Gespräch mit dem Publikum nach der Vorführung anwesend sein. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und anregende Gespräche mit den Filmemachern! Peter M. Neugart Leiter der 11. Tage des Ethnologischen Films MEDIENGRUPPE MÜNCHEN |
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