Upstream Battle - Stromaufwärts

Deutschland, 2008
R.: Ben Kempas
97 Min., DF

Freitag, 24. Oktober 2008, 20:30 Uhr
Seit Jahrtausenden leben sie rund um den Klamath River, im äußersten Norden des heutigen Kalifornien. Die Karuk, Yurok und Hoopa  gehören zu den wenigen Indianervölkern in den USA, die es geschafft haben, ihre Traditionen zu bewahren. Grundpfeiler ihrer Kultur ist ein majestätischer Fisch: der pazifische Lachs.

Einst zog jedes Jahr eine Million Lachse den Fluss hinauf, doch heute sind es nur noch wenige Tausend. Vier große Wasserkraftwerke am Klamath River bilden unüberwindliche Hindernisse und schneiden den Fischen den Weg zu den Laichgründen ab und sind zudem verantwortlich für die miserable Wasserqualität. 2002 kam es zu einem der schlimmsten Fischsterben in den USA. „Wenn der Fisch krank ist, sind wir krank“, sagt der Hoopa-Indianer Merv George, der Führer der Protestbewegung.

Der Stromkonzern PacificCorp preist seine Anlagen als umweltfreundliche, kostengünstige Energiequelle. Doch die Indianer haben eine einmalige Chance: Der Energieriese braucht eine neue langfristige Betriebsgenehmigung für die Kraftwerke. Aus naturverbundenen Ureinwohnern werden gewiefte Strategen, die den Kampf mit dem Konzern und dem zweitreichsten Mann der USAaufnehmen. Farmer und Fischer überdenken ihre herkömmliche Arbeitsweise. Es entstehen plötzlich ganz unerwartete Allianzen und die Manager im Stromkonzern machen sich Sorgen um ihre Existenz.

Fast zwei Jahre lang folgte Ben Kempas nicht nur den Indianern, sondern auch Managern, Landwirten und Ozeanfischern in ihrem Kampf um den Klamath. „Mich fasziniert, wie es in dieser scheinbar ausweglosenSituation tatsächlich zu einer positiven Lösung kommen könnte, sagt der Filmemacher.

Kinos im „Neuen Forum am Deutschen Museum“,
Museumsinsel 1, München.

Reservierungshotline: 089 211 25 200

Upstream Battle © Ben Kempas

Upstream Battle © Magdalena Hutter